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 The Most Beautiful Woman In Films! - MGM
Ein Gesicht, eine Tagline, eine Erfindung
Zwei Facetten, die nicht zur selben Frau zu gehören scheinen. Ein Hollywood Star als geniale Erfinderin erweckt die Neugierde. Der Regisseur Georg Misch interessiert sich für die Vernetzung von Wahrheit und Mythos. Er hört Geschichten über sie von Menschen, die sie gekannt haben. Er seziert die Spuren der Frau mit der exotischen Erotik, die nicht nur in ihrem Privatleben überraschende und mutige Entscheidungen traf, sondern sogleich mit einem gewagten Filmprojekt Aufsehen erregte. Was ist geblieben? Ihr erster Film Ekstase mit den skandalösen Nacktszenen, Spielfilme, die niemand mehr sieht und kennt, ein sechzigjähriger Sohn, der mit seiner Mutter noch lange nicht fertig ist, eine Erfindung, deren Patent zu früh abgelaufen ist und der Erfinderin späten Ruhm, aber kein Geld eingebracht hat, aber in unserem Alltag als Grundstein für die Mobiltelefonie ständig Verwendung findet.
Darüber hinaus noch immer das Echo ihrer faszinierenden Schönheit
Der Umgang mit dem Archivmaterial verschiedenster Herkunft entspricht der inneren Zerrissenheit einer Hollywood-Diva, die ihr mathematisches Talent nicht in einer parallelen Existenz als Erfinderin ausleben sollte, um ihren Nimbus als erfolgreiche Leinwand-Göttin nicht zu gefährden. Aus dem Gewirr der Mythen, die noch zu ihren Lebzeiten gesponnen worden waren, schält sich langsam das Bildnis einer modernen Frau jenseits des Hollywood-Stars.
Das Telefon wurde zuletzt zu ihrem einzigen Kommunikationsmittel mit der Außenwelt. Selbst mit ihren Kindern und engen Freunden verbrachte sie sechs bis sieben Stunden pro Tag am Telefon, doch zu persönlichen Begegnungen kam es in ihren letzten Lebensjahren kaum.
Aus diesem Grund, aber nicht zuletzt auch wegen der Bedeutung ihrer Erfindung für die moderne Kommunikation, ist das Telefon das „strukturierende Leitmotiv“ des Films. Die Interviews im Film sind als Telefongespräche inszeniert und führen wie eine nostalgische Konferenz zwischen den Protagonisten durch die Zeiten.
Dabei ist CALLING HEDY LAMARR kein Portraitfilm, sondern betrachtet die Hollywood-Diva vornehmlich aus der Perspektive ihres Sohnes Anthony Loder, eines mittelmäßig erfolgreichen Telefonhändlers aus Los Angeles, der sich verzweifelt als Hollywood-Produzent eines Spielfilms über das Leben seiner Mutter versucht. In seinen Recherchen stößt er auf widersprüchliche Aussagen und phantastische Theorien. Wahrheit und Lüge stehen sehr nahe beieinander. |
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